
Der Clown und Europa
Uraufführung · Eine Stückentwicklung von Petra Rațiu und Stephan Bestier
Über die Produktion
Willkommen in der Schule des Lachens! Ein Mann in Lackschuhen, die ihm zu eng sind. Ein Lehrmeister, der sich selbst als Genie feiert. Ein Schüler, der seinem Schicksal folgt. Ein Ball, der durch den Raum rollt – und plötzlich verändert sich alles.
„Der Clown und Europa“ ist eine rasante, poetische und absurd-komische Reise durch die Höhen und Tiefen des Seins. Clownsphilosophie trifft auf Körperkunst, Zirkus auf Tragik, Macht auf Ohnmacht. Mit feinem Humor und atemberaubender Körperlichkeit wird hier das ewige Spiel von Kontrolle und Chaos, Lachen und Schmerz verhandelt. Was geschieht, wenn das Lachen reglementiert wird? Wenn aus dem freien Spiel der Fantasie ein System der Macht wird? Wenn der Schüler den Lehrer übertrifft? Wenn die Kinder das Zepter übernehmen?
Mit großer Spiellust, akrobatischer Präzision und viel Improvisation entführt dieses Stück in eine Welt, in der der Clown zum Herrscher und das Publikum zur Schicksalsgemeinschaft wird. Ein Spektakel über das Scheitern, über den unbändigen Willen zur Größe – und über das Lachen, das am Ende doch immer gewinnt. Entwickelt wurde es mit dem Schauspieler Fabian Vogt, dem Tänzer und Choreografen Rodrigo Opazo Castro und den Kindern des Theaterkidsclubs Freiberg.
Es ist eine von vier einstündigen Produktionen, die zusammen „Inside Outside Europe“ bilden, eine Tetralogie der Theater Chemnitz, Freiberg/Döbeln, Plauen-Zwickau und Annaberg-Buchholz für Chemnitz, Kulturhauptstadt Europas 2025, auf einem gemeinsamen Bühnenbild. Die Uraufführung fand am 14. März 2025 in Freiberg statt; danach war das Stück im Spinnbau Chemnitz und im Gewandhaus Zwickau zu sehen.
„Ich wollte die Geschichte des Kindes erzählen, das mit dem Erwachsenwerden die Freiheit verliert, zu lachen, frei zu sprechen, kritisch zu denken.“
Galerie
Fotos: Detlev Müller
Pressestimmen
Eine Theaterfantasie, die fröhlich stimmt
Regisseurin Petra Ratiu gelingt mit ihrem Stück eine fröhlich anmutende Mischung aus Clownerie und absurdem Theater, eine gut choreografierte Theaterphantasie, mit sehr spielfreudigen Kids, und zwei herrlichen Clowns, aber auch mit einer Metaebene, die jeder für sich finden kann.
Das Publikum erlebt dann einen fabelhaften Fabian Vogt als ungewöhnlichen Clown, der scheinbar untrennbar gefesselt an seine Stelzen zwar die Szenerie überragt, damit mächtig und lächerlich zugleich erscheint, der sich im Pathos verliert, aber auch einige kluge Dinge sagt […]
Mit Rodrigo Opazo Castro gesellt sich bald ein weiterer wunderbarer Clown mit ausladender Haarpracht auf die Bühne. Doch aus dem Assistenten wird bald ein Gegenspieler, genau wie die Kinder […]. Zunächst tun sie das, was der Clown will – beinahe wie Marionetten. Doch schon bald üben sich Clowns-Assistent und Clownsschüler in Emanzipation vom großen Meister.
Regisseurin Petra Ratiu gelingt mit ihrem Stück eine fröhlich anmutende Mischung aus Clownerie und absurdem Theater, eine gut choreografierte Theaterphantasie, mit sehr spielfreudigen Kids, und zwei herrlichen Clowns, aber auch mit einer Metaebene, die jeder für sich finden kann.
Auszug aus „Eine Theaterfantasie, die fröhlich stimmt“, Freie Presse, 17. März 2025.
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